Stand: November 2026 · Redaktion: Stefan Fleckenstein, Vierstein · Grundlage: Hilfeseiten und Handbücher von Apple, Samsung und Garmin (03.11.2026)
Kurz gesagt: Uhr abtrocknen, nicht laden, nicht föhnen, keinen Reis. Ist das Glas von innen beschlagen oder spinnt die Uhr seit dem Wasser, stellen Sie eine Anfrage. Je länger Feuchtigkeit im Gehäuse steht, desto eher greift sie Kontakte und Platine an.
Sofort-Hilfe in vier Schritten
- AbtrocknenUhr außen mit einem fusselfreien Tuch trocknen. Nach Salz- oder Chlorwasser vorher kurz mit klarem Leitungswasser abspülen, das empfiehlt Samsung.
- Nicht ladenEine nasse Uhr gehört nicht aufs Ladegerät. Apple schreibt, die Uhr nicht zu verwenden, wenn Wasser eingedrungen ist (Apple Watch Sicherheitsinformationen), und Garmin warnt, dass Feuchtigkeit beim Laden die Kontakte korrodieren lässt (Garmin fēnix 8 Handbuch, Pflege).
- Keine HitzeKein Föhn, keine Heizung, kein Backofen. Hitze löst Kleber und Dichtungen und kann den Akku schädigen.
- Wasser ausstoßenBei der Apple Watch drückt die Funktion Wasserschutz beim Entsperren Wasser aus dem Lautsprecher. Das hilft beim Lautsprecher, nicht bei Wasser im Gehäuse.

Woran Sie Wasser im Gehäuse erkennen
- Das Glas ist von innen beschlagen oder es stehen Tropfen unter dem Glas.
- Der Touch reagiert von allein oder gar nicht.
- Der Lautsprecher klingt kratzig, das Mikrofon versteht Sie schlecht.
- Die Uhr startet neu, geht aus oder lädt nicht mehr.
- Der Pulssensor zeigt unsinnige Werte.
Wie wasserdicht ist meine Uhr eigentlich?
Die Angaben der Hersteller klingen nach viel, haben aber Grenzen:
- Apple Watch Series 2 und neuer: wassergeschützt bis 50 Meter nach ISO 22810:2010. Ultra und neuer: bis 100 Meter und konform mit EN13319. Laut Apple ist die Wasserbeständigkeit nicht dauerhaft und kann nicht erneut überprüft oder wiederhergestellt werden (Apple-Hilfe zum Wasserschutz der Apple Watch).
- Galaxy Watch: IP68 gilt laut Samsung nur in Frischwasser, nicht für Salz-, Chlor- oder Seifenwasser. Die meisten Modelle haben 5 ATM, Ultra und Ultra 2 haben 10 ATM. Nicht geeignet für Sprünge ins Becken und schnelle Wassersportarten (Samsung-Hilfe zur Wasserdichtigkeit).
- Garmin: Die Wasserdichtigkeit steht im Handbuch Ihres Modells als ATM-Angabe. Wasserschäden sind von der Garantie ausgeschlossen (Garmin-Garantiebedingungen (Handbuch)).
Unterschätzt wird oft die Dusche. Apple nennt Seife und Seifenwasser beim Duschen und Baden, Parfüm, Sonnencreme und Dampfbad ausdrücklich als Dinge, denen die Uhr nicht ausgesetzt werden soll.
Was der Fachbetrieb macht
Bei einem Wasserschaden öffnet der Fachbetrieb die Uhr, trocknet sie und entfernt Rückstände von der Platine. Danach zeigt sich, welche Teile gelitten haben: oft der Akku, manchmal das Display, die Ladespule oder die Platine. Weil das erst nach dem Öffnen feststeht, gibt es den Preis nach der Prüfung. Eine Zusage zur Wasserdichtigkeit nach der Reparatur gibt es nur, wenn der Fachbetrieb sie ausdrücklich erklärt.
Häufige Fragen
Meine Uhr ist wasserdicht. Wie kommt da Wasser rein?
Wasserschutz ist nicht dauerhaft. Apple schreibt, dass die Wasserbeständigkeit mit der Zeit abnehmen kann, und nennt Stöße, Seife, Parfüm, Sonnencreme und Dampfbad als Risiken (Apple-Hilfe zum Wasserschutz der Apple Watch). Samsung schreibt ebenfalls, dass der Schutz durch Verschleiß nachlassen kann (Samsung-Hilfe zur Wasserdichtigkeit). Ein kleiner Riss im Glas reicht schon.
Hilft Reis?
Kaum. An Wasser im geschlossenen Gehäuse kommt Reis nicht heran, und es vergeht Zeit, in der Feuchtigkeit drin bleibt. Lassen Sie die Uhr bei Zimmertemperatur liegen und stellen Sie die Anfrage.
Die Uhr läuft wieder normal. Muss ich trotzdem etwas tun?
Beobachten Sie sie. Ist das Glas von innen beschlagen oder treten später Aussetzer auf, ist noch Feuchtigkeit drin. Dann lieber prüfen lassen, bevor die Feuchtigkeit Kontakte und Platine angreift.
Zahlt die Garantie einen Wasserschaden?
In der Regel nicht. Garmin zum Beispiel schließt Wasserschäden in den Garantiebedingungen aus (Garmin-Garantiebedingungen (Handbuch)). Prüfen Sie, ob eine Geräte- oder Elektronikversicherung einspringt. Dafür brauchen Sie meist einen schriftlichen Kostenvoranschlag.